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Musik selbst gemacht

 

Du bist bei Notensystem- Tasten-ABC - Fingersatz

Liebe Tastengemeinde!

Gehörst Du auch zu denjenigen, die sich der Faszination der kleinen Tasten-maschinen, genannt "Keyboards" nicht mehr entziehen können? Wenn ja, dann haben wir schon eine Gemeinsamkeit.

Ich, der Tasten-Schnuffi, möchte Dir dabei helfen, die ersten Schritte auf diesem Gebiet zu unternehmen.

Du hast noch keine musikalische Ausbildung? Kein Problem, hier findest Du die ersten wichtigen Tipps zum Erlernen, wie man auf einer Keyboard-Tastatur spielt.

Du weißt noch nicht, was für ein Keyboard, Mikro oder Lautsprecher Du Dir anschaffen willst. Kein Problem, ich sage Dir, auf was es ankommt.

Damit Musik machen bald zu Deiner Leidenschaft wird!

Wuff! - Dein Tasten-Schnuffi!

Notensystem

Auch wenn es Künstler geben soll, die nicht eine Note lesen können und trotzdem richtig heftig in die Tasten hauen sei es Dir sehr empfohlen, das Notensystem zu lernen. Es ist nicht das Problem, also gehen wir es an.

Das Notensystem besteht aus 5 Linien und 4 Zwischenräumen; mit noch mehr Linien würde es unübersichtlich, deshalb wird bei Bedarf das Notensystem durch Hilfslinien erweitert. Ausgerechnet unser Mittel-C (siehe Tasten-ABC) liegt auf so einer Hilfslinie.

Notenschlüssel stehen links am Anfang jedes Notensystems. Es gibt mehrere, beim Keyboardspielen braucht man in der Regel zwei, nämlich den Violin- oder auch G-Schlüssel und den Baß- oder auch F-Schlüssel.

Violinschlüssel mit Noten

Baßschlüssel mit Noten

Der Violinschlüssel umkurvt mit seinem Kringel den Ton G, im Beispiel ist die erste Note ein G.

Der Baßschlüssel umfängt mit den zwei Punkten genau die Linie auf der die Note F steht.

Wie lassen sich nun die mit den Linien verbundenen Noten am besten merken? Hmmm, vielleicht hast Du selber eine Idee, ich gebe Dir folgende:

Eine Eselsbrücke wäre:

Für das untere C = Centrum (ist ja das mittlere C)
Für das e = Erste Linie (liegt ja auf der ersten Linie, wie praktisch ;-)
Für das g = G-Linie (hmm, die Orientierung ist der Violinschlüssel)
Für das h = Hälfte (die 3. Linie liegt ja in der Mitte von 1 - 5)
Für das d = Drunter (Na, ja - eine unter der obersten halt)
Für das f = Fünfte Linie (eben, weil es die fünfte von unten gezählt ist)



Versetzungszeichen

Wie Du schon im Kapitel Tasten-ABC erfahren hast, werden Töne, die um einen Halbton erhöht sind mit einem Kreuzchen (#) gekennzeichnet. Genauso werden Töne, die um einen Halbton erniedrigt werden mit einem Be (b)gekennzeichnet.

Im Notensystem werden diese Versetzungszeichen (# und b) VOR den entsprechenden Noten notiert:

Note A erhöht zu A-is

Note A erniedrigt zu As

Diese Erhöhung bzw. Erniedrigung gilt für alle Noten gleichen Namens innerhalb eines Taktes. Also würde die Erhöhung des A auch für ein A eine Oktave höher gelten auch wenn dies dann nicht mehr mit dem Kreuzchen angegeben wird.
Soll im gleichen Takt ein zu A-is erhöhtes A wieder als A gespielt werden muß das Kreuzchen (#) durch das Auflösungszeichen:

vor der Note widerrufen werden.
ABER: im nächsten Takt gelten alle Versetzungszeichen nicht mehr! D.h. Du mußt alle Versetzungszeichen neu setzen.

Tonleitern

Töne werden zu Tonleitern zusammengefasst. Sie umfängt den Anfangston bis zu dessen Wiederholung eine Oktave höher oder niedriger, also z.B. vom mittleren C bis zum C eine Oktave höher. Die ganze Leiter bekommt den Namen ihres tiefsten Tones, dem Grundton. In der Musik wird weiterhin zwischen Dur und Moll unterschieden, was das heißt, erkläre ich gleich. Nehmen wir also C als Grundton, dann gibt es die Tonleitern C-Dur und C-Moll.

Zunächst zur Dur-Tonleiter:

Jede Dur-Tonleiter wird in 2 "gleiche" Teile, sogenannte Viertöner (fachmännisch Tetrachorde) eingeteilt. Jeder dieser Teile besteht aus 2 Ganztonschritten und einem Halbtonschritt. Und zwar ganz systematisch beginnt jede Dur-Tonleiter ausgehend vom Anfangston mit zwei Ganztonschritten (GT) darauf folgt ein Halbtonschritt (HT). Damit ist der erste Teil fertig. Der zweite Teil beginnt wieder mit zwei Ganztonschritten gefolgt von einem Halbtonschritt. Nehmen wir die C-Dur Tonleiter:

Du kannst dies auf Deiner Keyboardtastatur recht deutlich sehen. Während bei den Ganztonschritten immer eine Taste (bei C-Dur sind es die schwarzen Tasten) dazwischen liegt, ist ein Halbtonschritt ohne eine Taste dazwischen. Zwischen e und f gibt es keine schwarze Taste, ebensowenig zwischen h und c.

Ausgehend von dieser Systematik kannst Du nun für alle Grundtöne die Dur-Tonleitern bilden.

Nun zu den Moll-Tonleitern:

Sie besteht natürlich auch aus zwei gleichen Teilen. Auch sie besteht aus Ganztonschritten, daneben gibt es zwischen der 2 und 3. sowie der 5. und 6. Stufe Halbtonschritte. Die Systematik ist etwas schwieriger aber hier erst mal C-Moll zum Vergleich:

In C-Moll wird E zu Es und A zu As. Diese Moll-Tonleiter nennt man natürliche Moll-Tonleiter. Jetzt kannst Du nach der selben Systematik von jedem Grundton aus die Moll-Tonleiter bilden.
Daneben gibt es noch die Harmonische und die Melodische Moll-Tonleiter. Dafür empfehle ich Dir weiterführende Literatur.

Noten bei Notenbuch.de

Tonarten

Die C-Dur Tonleiter ist eine Tonart. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß keine Versetzungszeichen notwendig sind um die Töne im Notensystem darzustellen. Deshalb ist C-Dur auch für Anfänger die einfachste Tonart. Du spielst ganz einfach immer nur die weißen Tasten beginnend vom mittleren C.

Die nächst schwierigeren Tonarten sind G-Dur und F-Dur. Warum? Weil Du im Notensystem ein Kreuzchen (#) bei G-Dur und ein Be (b) bei F-Dur zur Notation brauchst. Die G-Dur Tonleiter zum Beispiel sieht nach unserer Systematik (GT GT HT - GT GT HT) folgendermaßen aus:

F wird zu Fis weil wir ja von E aus einen Ganztonschritt machen müssen.

Jetzt kannst Du natürlich in einem Lied jedesmal F zu Fis machen indem Du ein Kreuzchen davorsetzt aber es geht einfacher indem das entsprechende Versetzungszeichen als Vorzeichen ganz am Anfang des Stückes also gleich nach dem Notenschlüssel notiert wird. Es gilt dann für das gesamte Stück und als Kenner weißt Du, wenn ein Kreuzchen am Anfang steht ist das Stück in G-Dur geschrieben.

So sieht's aus wenn ein Stück in G-Dur geschrieben ist. Jedes F wird dann zu Fis im gesamten Stück.

Nach dieser Verfahrensweise werden alle Tonarten am Anfang mit Kreuzchen (#) oder Be's (b) gekennzeichnet.

Notenwerte

Notenwerte sind dazu da um Dir zu sagen, wie lange eine Note dauert und wann Du sie anschlägst.
Wenn Du beim Anschlagen einer Taste "1-2-3-4" zählst, hast Du eine ganze Note gespielt. Wenn Du nun nur bis "2" zählst und die Taste danach wieder losläßt hast Du eine halbe Note gespielt. Wenn Du auf jede Zahl die Taste anschlägst und wieder losläßt hast Du eine Viertelnote gespielt. Und so sehen die Noten im Notensystem aus, ganz rechts seht ihr die dazugehörigen Pausenzeichen:

Wie man sehen kann, besteht die ganze Note nur aus einem Notenkopf während eine halbe und Viertelnote aus Notenkopf und Notenhals besteht, ab den Achtelnoten kommen dann Fähnchen am Notenhals dazu. Diese Fähnchen werden manchmal der besseren Übersichtlichkeit auch zusammengefasst mittels eines Balkens.

Daneben gibt es noch die Verlängerung einer Note. Wenn z.B. nach einer halben Note ein Punkt folgt, dann heißt dies: Spiele eine halbe Note plus den halben Wert der halben Note dazu, also eine Viertelnote. Der Punkt sagt also immer spiele den halben Wert der Note, die mit dem Punkt gekennzeichnet ist zusätzlich dazu bzw. halte solange die Taste gedrückt. Statt einem Punkt sind Verlängerungen einer Note auch durch einen sogenannten Haltebogen gekennzeichnet.

halbe Note plus Viertelnote durch Punkt

halbe Note plus Viertelnote mit Haltebogen

Takte

Musikstücke werden durch Taktstriche in gleich lange Abschnitte unterteilt. Außerdem steht hinter dem Notenschlüssel die Angabe des Taktes in Form eines Bruches, dessen Nenner sagt, ob wir z.B. im Viertel- oder Achteltempo zählen; der Zähler sagt, wieviele solcher Zähleinheiten es pro Takt gibt.

Vierviertel-Takt, einer der gebräuchlichsten.

Im Vierviertel-Takt gibt es also pro Takteinheit vier Viertel als Zähleinheit.